Ich hab was gegen die Angst!

Mut tut gut! Es geht weiter…

Im Dossier der 18. LEBENLANG-Ausgabe „Mut tut gut!“ beleuchten wir unterschiedliche Aspekte moderner Tumorforschung. Einige Artikel behandeln onkologisch-medizinische oder gesundheitspolitische Aspekte, andere rücken die Patienten-Perspektive in den Vordergrund. So kommen etwa „Mutmacherinnen“ wie Claudia Altmann-Pospischek (Claudias Cancer Challenge), Nicole Kultau (Prinzessin Uffm Bersch) oder Krebskriegerin Susanna Zsoter zu Wort. In sehr persönlichen Interviews erzählen Bestseller-Autorin Nicole Staudinger („Brüste umständehalber abzugeben“), der Politiker und Prostata-Krebspatient Wolfgang Bosbach sowie Outdoor against Cancer Unternehmerin Petra Thaller von ihren Herausforderungen mit der Diagnose Krebs. Allerdings war es trotz unserer 272 (!) Seiten starken Ausgabe unmöglich, allen Patienten-Initiativen, Selbsthilfe-Organisationen und Krebs-Erfahrenen, ein Forum zu geben. So ist die Idee zu der Blog-Parade „Ich hab was gegen die Angst“ entstanden.

Angst – Ein kleiner Impuls zum Start der Blogparade

Ursprünglich ist die Angst als Warnsystem in jedem Lebewesen angelegt. Sie hat eine Art Bremsfunktion: Achtung, nicht weitermachen, hier lauern Gefahren. Angst zu haben ist natürlich und evolutionstechnisch sogar eine der wichtigsten Überlebensstrategien.  Auch heute müssen wir dieses Gefühl nicht unterdrücken. Wir dürfen Ängste zulassen, solange wir sie als Signal verstehen, um zum Beispiel achtsam mit uns umzugehen. Wenn Ängste allerdings lähmen, die Worte rauben, den Verstand vernebeln und Steine in den Magen legen, dann wird es Zeit, etwas dagegen zu unternehmen.

Der Krebs und die Angst: das perfekte (Alb)-Traumpaar?

Die Schockdiagnose Krebs mit all ihren Folgen löst häufig ein ganzes Spektrum an Ängsten aus: Angst vor Nebenwirkungen. Angst vor Schmerzen. Angst vor einem Rezidiv, d.h. dass die Krankheit nach der Behandlung zurückkommt. Und natürlich auch: Angst vor dem eigenen Sterben. Für viele Krebs-Patientinnen und Krebs-Patienten ist die Angst eine ständige Begleiterin, die tagsüber Kräfte und nachts den Schlaf raubt. Der Krebs und die Angst, so scheint es, bilden zusammen das perfekte (Alb)Traum-Paar. Gerade weil die seelischen Auswirkungen einer Krebserkrankung so vielfältig und komplex sind, empfiehlt zum Beispiel der Krebsinformationsdienst oftmals die professionelle Begleitung durch Psychoonkologen empfohlen.

Gleichzeitig kann die Gemeinschaft, die Krebs-Betroffene in Selbsthilfegruppen erfahren, enormen Rückhalt schenken. Einen guten Überblick über bundesweite Selbsthilfe-Angebote für spezifische Krebserkrankungen listet zum Beispiel die NAKOS-Datenbank. Zu den größten Dachverbänden, die Tumor-unspezifisch arbeiten, gehören die Frauenselbsthilfe nach Krebs (die übrigens auch krebserkrankte Männer begrüßt) und die sehr aktive Netzwerkstatt Krebs, die auch Online-Treffen anbietet.

Jetzt seid Ihr dran! Gemeinsam gegen die Angst anschreiben

Wir laden alle Krebs-Bloggerinnen und Blogger ein, ihre Erfahrungen, Gedanken, Strategien und Tipps mit uns zu teilen. Unsere Blogparade mit dem Titel „Ich hab was gegen die Angst“ findet zwischen 22.10. und 22.11 2019 statt. Wer gerne mitmachen möchte, schickt uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „Blogparade“, dem Namen und der Adresse seines Blogs an: mail@carry-on-trade-publishing.com.
Wir freuen uns über nehmen alle teilnehmendes Blogs in unsere Linkliste auf (siehe unten).

Linkliste der teilnehmenden Blogs

https://schreibenbefluegelt.wordpress.com

https://www.prinzessin-uffm-bersch.de

https://www.think-pink.club

https://onkobitch.wordpress.com

www.werkstattartig.de

https://www.facebook.com/metasandme/

https://www.facebook.com/claudiascancerchallenge/

facebook.com/Sonntagsgedanke

https://www.facebook.com/Maadlas/

https://www.facebook.com/susanne.reinker

https://www.facebook.com/Conny34/


K wie Kraft schenken

Wir bedanken uns ganz herzlich für das unermüdliche Engagement aller Krebs-Aktivistinnen und Krebs-Blogger. Ob Patient, Angehöriger oder Therapeut: Jeder Beitrag gegen die Angst ist ein Beitrag für den Mut. Denn über eine Krise zu schreiben befreit, schenkt neue Perspektiven und fördert die Resilienz. Über die Stärkung unseres seelischen Immunsystems durch kreatives Schreiben haben wir bereits berichtet.

Ein großer Dank gilt auch unserem Partner, der Roche Pharma AG. Das Roche Patient Partnership Team hat nicht nur die Patientenplattform Das K-Wort ins Leben gerufen hat, sondern die Entstehung unseres Artikels über Integrative Onkologie unterstützt.

Herzlichen Dank auch an Dr. Adak Pirmorady, Ärztin und Künstlerin, Vorstandsvorsitzende und Präsidentin der Europäischen Künstlergilde für Medizin und Kultur. Sie setzt sich u.a. für den verstärkten Einsatz künstlerischer Therapien im medizinischen Umfeld ein.

Bildrechte: Dr. Adak Pirmorady
Text:
Claudia Poguntke

#muttutgut, #gegendieangst, #blogparade

 

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