Schuhe gemacht in Europa: Ein Insider-Interview

Schuhe für wunschlos glückliche Füße – alles „Made in Europe“, das hat sich das Team von LaShoe auf die Fahne geschrieben. Bei der Herstellung achten sie auf faire Produktionsstandards. Im Interview erzählen Creative Buyer Juliane Vinke und Qualitätsmanager Julian Schneider über LaShoes nachhaltige Sortimentsentwicklung.

LaShoe-Expertin Juliane Vinke. Photo: LaShoe

LEBENLANG: Juliane, wie kann ich mir den Entstehungsprozess eines LaShoe genau vorstellen?

Juliane: Bei der aktuellen Kollektion habe ich mit einem Store-Check angefangen und geschaut, was die Frauen so auf dem Markt vorfinden. Sprich, auf Farben und Modelle geachtet. Danach habe ich meinen verschafften Eindruck auf Trends umgelegt, geschaut, welche unserer Modelle in den vergangenen Saisons besonders beliebt waren und die Trends auf die besonderen Bedürfnisse von Frauen mit Hallux valgus adaptiert. So kam nach und nach dann eine Kollektion heraus.

LEBENLANG: Julian, wann genau kommst du dabei ins Spiel?

Julian: Nach dem Briefing von Juliane fliege ich zu den Produktionsländern und zeige den Lieferanten die Fotos der geplanten Kollektion. Dann erkläre ich, wie das Modell gemacht werden muss. Wie der Schuh aufgebaut ist, wo welche Naht sein soll, wie groß oder breit die Leisten werden müssen etc. – damit er für Frauen mit Hallux valgus auch wirklich optimal sitzt.

Juliane: Genau, und dann bekommen wir die Muster zugeliefert. Damit machen wir dann mehrmalige ausführliche Passformkontrollen. Das ist schon eine Herausforderung. Selbst wenn der Schuh super schön ist, aber dem Fußmodel (mit Hallux) ganz unbequem ist, fliegt er raus. Da gewinnt die Bequemlichkeit vor dem Trend. Nicht jeder Fuß ist gleich und erst recht nicht jeder Hallux. Wir versuchen aber trotzdem so gut wie eben möglich jeden Fuß zu bedienen, an alle zu denken. Auch, wenn das beim Umsetzen der Trends manchmal bremst.

„Wenn man es zusammenfasst, könnte man sagen: Ich überlege, wie der Schuh aussehen soll, und Julian sagt mir, wie es geht.“
Juliane Vinke
Julian Schneider mit der neuen FS 21 Kollektion. Photo: LaShoe

LEBENLANG: Faire und nachhaltige Mode aus Europa garantiert soziale Verantwortung. Das wird immer wichtiger. Ist das auch in eurem Sinne?

Juliane: Ja. Im Hinblick auf Natürlichkeit ist wichtig zu erwähnen, dass alle unsere Schuhe aus Leder gefertigt sind. Uns ist auch wichtig, dass das so bleibt, weil Leder genau die Eigenschaft hat, die für uns und unsere Kundinnen gut ist. Da wo es geht, verwenden wir natürliche Stoffe – wie aktuell auch unsere mit Lammfell gefütterten Schuhe. Und zum Thema soziale Verantwortung: Faire Produktionsstandards sind durch unser „Made in Europe“-Siegel natürlich gegeben, allein schon durch die EU-Verordnungen und Richtlinien. Da legen wir auch großen Wert drauf. 

 

Julian: Außerdem können wir uns auch keine Lieferzeiten aus Asien leisten, das dauert einfach zu lange. Wir müssen immer schnell reagieren, wir haben zwei bis drei Monate für eine neue Kollektion.

 

LEBENLANG:

Vielen Dank für das Interview.

 


Juliane Vinke – Creative Buyer bei LaShoe

Juliane recherchiert Trends und überlegt, wie man diese am besten für Frauen mit Hallux valgus und empfindlichen Füßen umlegen könnte. 


 


Julian Schneider – Entwickungs- und Qualitätsmanager bei LaShoe

Julian fliegt mit Julianes ausgearbeiteten Ideen zu den Produktionsstandorten und betreut die Schuhproduktion vor Ort von A-Z. So kann er sicherstellen, dass die Schuhe LaShoes Qualitätsstandards für Frauen mit Hallux valgus und empfindlichen Füßen gerecht wird.


 

Blick hinter die Kulissen von LaShoe.