Wonderful Tonight: Mehr Freiheit dank Bauchfelldialyse

„Wonderful tonight“ heißt eines der bekanntesten Lieder von Eric Clapton. Nach der Diagnose einer Nierenkrankheit scheinen wundervolle Nächte erst einmal in unerreichbare Ferne zu rücken. Doch trotz Dialyse lassen sich noch einige Freiheiten genießen. Das zeigt die Geschichte von Andreas Rudolph. Seit elf Jahren ist er auf die Dialyse angewiesen. Anders als viele Leidensgenossen unterzieht er sich jedoch nicht einer Blutwäsche beim Arzt. Andreas Rudolph hat sich für die Peritonealdialyse (PD) entschieden – und genießt heute unbeschwerte Reisen und Konzertbesuche mit seiner Frau Sabine.

Peritonealdialyse: Flexibilität bewahren

Bei der PD dialysiert sich der Patient selbst. Das geschieht entweder in der Nacht oder er führt sich mehrmals täglich eine Dialyselösung zu. Nur jeder 20. Betroffene wählt die PD als Alternative zur herkömmlichen Dialyse beim Arzt. Der Umgang mit den Einmalbeuteln und Kathedern schreckt viele ab. Die PD erlaubt es Dialysepatienten aber auch, eine gewisse Flexibilität zu wahren. Daher hat sich Andreas Rudolph für diese Variante entschieden. So konnten er und seine Frau Sabine zum Beispiel im Juli ein Konzert von Eric Clapton besuchen.

Unbeschwerter Urlaub trotz Nierenkrankheit

Andreas Rudolphs Krankengeschichte begann schon bei seiner Musterung für die Nationale Volksarmee der ehemaligen DDR. Damals wurde ein hoher Blutdruck festgestellt. Drei Jahrzehnte lang machten seine Nieren keinen Ärger. Um seinen 50. Geburtstag herum stellten die Ärzte jedoch erhöhte Werte fest. Als die Dialyse nicht mehr zu umgehen war, entschied er sich für die PD. Denn seine Freiheit wollte er nicht aufgeben. Die PD bringt aber auch einige Nachteile mit sich. Erfahren Sie mehr über die Peritonealdialyse und über ein flexibles Leben trotz Nierenkrankheit.