Mit der richtigen Aufklärung ans Ziel

In der Diskussion um Kommunikation zwischen Arzt und Patient fallen viele Schlagworte. Beteiligung, Partizipation und Teilhabe treten hierbei besonders in den Fokus. Vor allem dann, wenn es um Therapieentscheidungen geht, die das zukünftige Leben der Patienten enorm beeinflussen.

Entscheidungen müssen oftmals in Situationen getroffen werden, in denen man als Mensch – oder eben auch Patient – sowieso schon überfordert ist. Situationen, in denen es um die eigene gesundheitliche Zukunft geht, sind solche Situationen. Entscheidungen, die das gesamte nachfolgende Leben dramatisch beeinflussen während man aber gleichzeitig kaum in der Lage ist, die unterschiedlichen Optionen zu verstehen oder gar die Beste für sich zu bewerten.

Therapieerfolge

Und dennoch: Studien belegen, dass die Adhärenz, also die Therapietreue der Patienten, viel höher ist, wenn diese Ihre Therapiewahl aktiv selbst treffen können. Doch dies erfordert einen 180 Gradwechsel zudem, wie Patienten heute informiert, aufgeklärt und zur Entscheidungsfindung befähigt werden. Und das bei Zeit- und Kostendruck auf Seiten der Ärzte.

Gemeinsam Therapie-Entscheidung

Wie trifft man die richtige Therapiewahl? Im besten Fall so: Sowohl Arzt als auch der Patient stellen Fragen und geben Antworten. Hierfür bezieht der Arzt seinen Gesprächspartner in alle wichtigen Aspekte mit ein. Der Patient wiederum bespricht seine Anliegen offen und erklärt seine Präferenzen. Ziel ist es, gemeinsam über eine angemessene medizinische Behandlung zu entscheiden und diese zu verantworten. Das kann auch die Erfolgschancen einer Behandlung erhöhen. In der Wissenschaft wird diese Art der Entscheidungsfindung zwischen Arzt und Patient auch „Shared-Decision-Making“ genannt.

Dialyse? Es gibt mehrere Optionen!

Laut dem Robert-Koch-Institut leben in Deutschland schätzungsweise zwei Millionen Menschen mit einer eingeschränkten Nierenfunktion. Viele von ihnen brauchen irgendwann die Dialyse, da sie eine zu schwache Nierenfunktion haben. Was viele nicht wissen: Es gibt verschiedene Formen der Dialyse: Die Hämodialyse (HD), die stationär durchgeführt wird, sowie die Bauchfelldialyse oder auch Peritonealdialyse (PD), die man auch von zu Hause machen kann. Allerdings nutzen in Deutschland nur circa 7 % der Dialysepatienten die PD. Sprechen doch medizinische Aspekte dagegen oder erfüllen nur eine kleine Gruppe an Patienten die entsprechenden Anforderungen? In unserem Beitrag „Die Wahl der Dialyse ist kein Schicksal“ erfahren Sie dazu mehr. Außerdem: Fünf Fragen, die Ihnen helfen, sich auf das Gespräch mit Ihrem Arzt vorzubereiten, um Ihre Therapiewahl aktiv mitgestalten zu können.

  • Text: Nadine Steinmetz