Was kommt nach der Rente? So planen Sie Ihren „Unruhestand“

Während des Arbeitslebens träumen viele Menschen vom Ruhestand. Doch nach der Verrentung kommt es zum bösen Erwachen: Wer im Arbeitsleben stets vollen Einsatz gezeigt hat, findet sich nicht mit der neuen Situation zurecht. Mit guter Vorbereitung können Sie dem emotionalen Loch nach dem Renteneintritt jedoch vorbeugen. Davon ist Prof. Dr. Leopold Stieger überzeugt. In seinem Buch „Freitätigkeit – zwischen Beruf und Ruhestand“ gibt Ihnen der Psychologe Tipps, wie Sie Ihren neuen Lebensabschnitt aktiv gestalten. Erste Anregungen erhalten Sie in unserem Bericht.

Vielen Rentnern fehlt ein Plan für die Zeit nach dem Arbeitsleben

In Ihrem Beruf haben Sie stets 100 Prozent gegeben. Nach der Verrentung fallen Sie plötzlich auf Null zurück und sehen sich einem Übermaß an freier Zeit gegenüber. Wissen Sie nicht, wie Sie Ihre Freizeit sinnvoll füllen können, wird sie schnell zur Last. Doch nur wenige Arbeitnehmer machen sich Gedanken, wie sie den Lebensabschnitt nach der Verrentung gestalten wollen. Laut Generali Altersstudie 2017 haben nur 30 Prozent der heute 65- bis 85-jährigen Pläne für den Ruhestand gemacht.

Freitätigkeit statt Ruhestand

Wie schwer der Übergang vom Arbeitsleben zur Rentenzeit fallen kann, weiß auch Prof. Dr. Leopold Stieger. Vor mehr als zehn Jahren hat er seine Firma an seine Söhne übergeben. Für sich selbst hat er anschließend eine sinnvolle Beschäftigung gefunden: Als Präsident von Seniors4Success setzt er sich für Menschen vor und nach der Verrentung ein. Dabei hat er die Erfahrung gemacht, dass sich die wachsende Gruppe der Rentner nicht über einen Kamm scheren lässt. Der Begriff „Ruhestand“ erscheint für viele aktive, fitte Menschen nicht passend. Stieger setzt daher auf einen neuen Begriff: die Freitätigkeit.

Den neuen Lebensabschnitt aktiv gestalten

„Vorher war ich berufstätig. Jetzt bin ich frei.“ So definiert Stieger seine Einstellung zur dritten Lebensphase. Heutige Rentner wollen sich weiterhin aktiv und sinnvoll betätigen. Daher ist die Zahl der 65- bis 85-jährigen, die einer ehrenamtlichen Tätigkeit nachgehen, seit 2013 leicht angestiegen. In seinem Buch und seinen Seminaren zeigt Stieger, wie sich der „Unruhestand“ gestalten lässt. Denn packen Sie es richtig an, hat Ihnen das Alter viel zu bieten. Beispiele dafür finden Sie in unserem Bericht.