Brain Fog: Wenn die Wahrnehmung wie „vernebelt“ ist

Jeder kennt die Tage, an denen man einfach etwas vergesslich ist und einem ab und an schummrig wird. Vielleicht weil der Tag besonders stressig war, man viele Gedanken im Kopf hat und man einfach übermüdet ist. Diese Tage hat jeder mal und sind eigentlich auch ganz normal. Jedem ist mal schwindelig oder schlecht und auch Konzentrations- und Gedächtnisschwächen müssen nicht unbedingt auf eine Krankheit hindeuten.

Der sogenannte „Brain Fog“

Brain Fog ist ein Sammelbegriff, der eine ganze Reihe an befremdlichen Gefühlen vereint. Wichtig ist zunächst, dass es sich bei „vernebelten Gedanken” um keine medizinische Diagnose handelt. Vielmehr kann dieses Phänomen als ein Bündel von Symptomen verstanden werden. Dazu gehören typischerweise ein Gefühl von Angst, Verwirrtheitszustände, Abgeschlagenheit, Hoffnungslosigkeit, Kopfschmerzen, Vergesslichkeit, Erinnerungsschwierigkeiten, Konzentrations- und Antriebsschwäche, Schlafprobleme sowie Reizbarkeit. Unbestreitbar unangenehme Zustände, die mittelfristig allerdings nicht unbedingt gefährlich sein müssen. Dennoch sollte diesen Empfindungen nachgegangen werden, um zu verstehen, was aktuell aus dem Lot geraten ist.

Wie hängt der „Nebel im Kopf“ mit einem möglichen Diabetes zusammen?

Das Stresshormon Cortisol spielt dabei eine entscheidende Rolle: „Bei schlecht eingestellten Diabetikern werden gehäuft Gedächtnisprobleme beobachtet. Eine mögliche Ursache könnte die Erhöhung der Cortisol-Produktion sein, von der Diabetiker ebenfalls überdurchschnittlich oft betroffen sind: Cortisol hat einen Einfluss auf die Gehirnregion, in der das Lernen und Erinnern von Gedächtnisinhalten stattfindet.”, erklärt die medizinische Fach-Lektorin Frau Dr. med. Anja Lütke auf Diabetes-Deutschland.de. Unsere Autorin Carolin Makus erklärt im folgenden Beitrag ausführlich, worauf Sie bei auftretenden Gedächtnis- und Konzentrationsschwächen achten sollten, vor allem, wenn Sie an Diabetes erkrankt sind und/ oder sich in den Wechseljahren befinden.