Echte Traumtypen

Die Macht der Gedanken – das unser Kopf und Geist einige Kräfte in uns freimachen kann, ist sogar wissenschaftlich bewiesen. Unser Gehirn und Denken hat haben einen starken Einfluss auf unseren Körper und unser Befinden. Deshalb trifft es zu, wenn wir sagen, dass einige Dinge im Leben einfach eine Sache der innerlichen Einstellung sind. Aber wie kann unser Denken unser Leben beeinflussen? Dieser Frage ist unser Autor Martin Pieck für uns in einem nicht ganz wissenschaftlichen Gedankenspiel nachgegangen.

Welcher Traumtyp sind Sie?

Im Leben empfinden Menschen unterschiedlich. Jeder hat eine andere Sicht auf die Dinge. Und vielleicht gibt es sogar unterschiedliche Personentypen, die das Leben jeweils mit einer anderen Sicht betrachten: mal optimistischer, mal brutal realistisch. Martin Pieck erkennt hier genauer gesagt vier Charakter- oder Traumtypen: Der Optimist sieht das Leben aus einer rosaroten Brille und für ihn geht jedes Ende positiv aus. Aber geht es ihm Leben deshalb auch besser? Das komplette Gegenteil ist der Pessimist, den sicherlich jeder von uns kennt. Er sieht alles grau und steht den Dingen im Leben eher negativ gegenüber. Der Realist sieht die Dinge so, wie sie eben sind: unverschönt und ehrlich. Und dann gibt es noch den Idealistin, der sich besonders dadurch auszeichnet, dass er die Welt mit seiner Einstellung ein kleines Stück besser machen will und allen vorangeht.

„Jedem denkenden Menschen ist doch klar, dass das Leben schlecht ausgeht. Erst verlieren wir alle uns lieben Menschen, und am Ende sterben wir selbst. Ich würde sagen, diesen schlechten Ausgang ignorieren zu können – das nennt man Optimismus. Wenn jemand all das nicht verdrängen kann, dann erleben wir ihn als Pessimisten.“ – Wolfgang Schmidbauer

Die selbsterfüllende Prophezeiung

So unterschiedlich ihre Lebensweisen auch sein mögen, alle vier wissen für sich, dass ihre Denkweise begründet ist, sie bestätigt sich immer wieder. Und im Grunde vertritt jeder der vier Typen – Optimist, Realist, Pessimist und Idealist – einen nachvollziehbaren Standpunkt. Und wenn man sich etwas lange genug einredet, ergeben die Dinge für sich früher oder später einen Sinn.

Hinter diesem Gedankenzug steckt tatsächlich ein kleines wissenschaftliches Phänomen. Der US-amerikanische Soziologe Robert Merton prägte in der Nachkriegszeit den Begriff der selbsterfüllenden Prophezeiung. In einem wissenschaftlichen Versuch etwa wurden Probanden Bilder von Menschen gezeigt, die sie selbst in die Kategorien sympathisch und unsympathisch einordnen sollten. Später sollten die Probanden mit fremden Menschen telefonieren und die Wissenschaftler haben dem Gesprächspartner am Telefon immer einem Bild zugeordnet, das vorher durch die Probanden selbst auf Sympathie bewertet wurde. Das naheliegende Ergebnis: Glaubte man, man hatte das sympathische Gegenüber am Ohr, redeten die Probanden freundlich und warm, in allen anderen Fällen gingen Sie mit einer unterkühlten, angespannten Grundhaltung in das Gespräch. Entsprechend reagierte dann der Gesprächspartner. Der als unsympathisch eingestufte wirkte dann wirklich unsympathisch, auch wenn es nur eine Reaktion auf die vorurteilsbeladene Einstellung der Testpersonen war. Das Experiment zeigte recht eindrucksvoll, wie Menschen selbst durch eine innere Einstellung ihr Umfeld und ihre eigene Wahrnehmung beeinflussen können. Wenn wir also fest an etwas glauben oder uns etwas im Kopf vorstellen, erscheint es für uns realistischer und wahrer.

Welcher „Traum-Typen-Mix“ für Sie nun der Beste ist, erklärt und Martin Pieck weiter unten in seinem Beitrag hier bei uns in LEBENLANG.