Happy Birthday: Der Rollator wird 40!

In diesem Jahr feiert der Rollator seinen 40. Geburtstag. Noch heute erleichtern die Gehhilfen Millionen von Menschen das alltägliche Leben und ist für viele Menschen kaum mehr wegzudenken.

Die Erfindung, die Träume wahr macht

Nur wenige Anwender wissen, wie die Idee des Rollators entstanden ist. Im Jahr 1949 bekommt die damals 21-Jährige Aina Wifalk die Diagnose: Kinderlähmung. Die Polio-Erkrankung macht es ihr indes immer schwerer, sich fortzubewegen. Zwar gibt es bereits vierbeinige Gehgestelle, doch Aina Wifalk genügt das nicht. 1978 präsentiert sie den ersten Entwurf eines Rollators, einer fahrbaren Gehhilfe mit vier Rädern, Bremse, Ablage- und Sitzfläche. Kurze Zeit später beginnt die Serienproduktion. Mit ihrer Erfindung hat sich die Schwedin Aina Wifalk vor 40 Jahren einen großen Wunsch erfüllt: einfach wieder gehen zu können.

Der Rollator im Wandel der Zeit

Wissenschaftler und Unternehmer haben sich immer wieder mit dem Rollator beschäftigt, daran geforscht und ihn weiterentwickelt. Neben passenden Einkaufstaschen, Stockhaltern und Regenschirmen gehören mittlerweile auch Kaffeehalterungen und Navigationssysteme zum Rollator-Zubehör. Gehhilfen mit Elektroantrieb erleichtern den Spaziergang bergauf, manche Modelle wie der elektrische Rollator „ello“ haben zusätzlich einen Notrufknopf und ein integriertes Ortungssystem. 2017 präsentierten zwei Brüder beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ ihren treppensteigenden Rollator, der auch in der Fachwelt auf Interesse stieß. In Magdeburg haben Sportwissenschaftler einen Sport- und Tanzrollator erfunden, der fast so wendig sein soll wie ein richtiger Tanzpartner. Mehr über Aina Wifalk und ihre Erfindung erfahren Sie in unserem Beitrag „Einfach wieder gehen können“ von Alena Hecker.