Bluthochdruck: Der „stille Killer“

Mehr als 20 Millionen Bundesbürger zwischen 18 und 79 Jahren haben ihn in sich, den Bluthochdruck, der eben nicht in gesunde Bereiche absinkt, wenn wir uns entspannen. Das geht auf Dauer ans Herz. „Plötzlich da“ ist er auch nur im seltenen Fall – Bluthochdruck kommt auf leisen Sohlen, mit liebgewonnenen Gewohnheiten. – Die haben viel mit Keller, Küche und Couch zu tun. So um die 50 steigt bei Frauen das Bluthochdruckrisiko und für Männer ab 55. Unsere Autorin Babette Braun erklärt im folgenden Beitrag, wie Bluthochdruck entsteht, was dabei das gefährliche ist und wie Sie Ihr besser vor der „leisen Gefahr“ Herz schützen können.

  • Texte: Babette Braun

Bluthochdruck erhöht das Schlaganfallrisiko

Schwedische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass dann das Schlaganfallrisiko besonders hoch ist. Weil man meistens nicht weiß, wie lange man schon Bluthochdruck hat, lohnt sich eine gründliche Untersuchung auf Folgeschäden auf jeden Fall. Untersucht wird man auch Herz- und Nierenschäden, Arterienverengung, zu hohen Augeninnendruck.

Wie man zu hohen Blutdruck erkennt

Entlarven kann man den „stillen Killer“ aber bequem und schmerzfrei, durch Blutdruck messen. Wenn der Bluthochdruck sich schon eingeschlichen hat, kann er sich in leichter Form (140 bis 159/90 bis 99 mmHg) mit Symptomen wie Schlafstörungen, geringerer Belastbarkeit oder Nasenbluten bemerkbar machen. Schwerer Bluthochdruck (180 oder mehr zu/110 oder mehr mmHg) kann unter anderem Krampfanfälle, verschwommenes Sehen oder Lähmungen und Sprechstörungen mit sich bringen.

Maßnahmen für’s Herz

Bei leichtem und mittlerem Bluthochdruck bemühen sich Ärztin oder Arzt in der Regel, den Blutdruck gemeinsam mit dem Patienten ohne Medikamente wieder auf normale Werte zu senken. Drei Monate Zeit werden für diesen Versuch meistens eingeräumt. Trotzdem sollte man nicht versuchen, Bluthochdruck im Alleingang in den Griff zu bekommen. Was nach der Diagnose Bluthochdruck zu tun ist, hängt von den begleitenden Umständen wie Alter, genetischem Risikopotenzial und gesundheitlichem Zustand ab. Mehr zum Thema Bluthochdruck erfahren Sie in unserem Beitrag „Was schädigt unser Herz?“.