Die großen Cholesterin-Mythen

Der mutmaßliche Fett-Übeltäter der Butter heißt Cholesterin. Das ist ein fettartiger und fettlöslicher Naturstoff, der für diverse körpereigene Prozesse und Funktionen, wie den Zellaufbau, die Hormon-, Vitamin- und Gallensäureproduktion notwendig ist. Selbst das Gehirn braucht Cholesterin als Bausubstanz für die Nervenschaltstellen. Cholesterin ermöglicht so die Übertragung lebensnotwendiger Signale. Was der fettartige Stoff noch alles kann und ins uns bewirkt, und welche Mythen und falsche Annahmen um diesen Stoff schwirren, berichtet uns Marion Sendker in „Gute Fette, böse Fette“.

Wie viel ist zu viel?

Zu viel des Guten führt aber zu Gefäßverkalkungen und kann als Herzinfarkt oder Schlaganfall enden. Die Cholesterinaufnahme sollte auf 200–300 mg pro Tag beschränkt sein, empfehlen Mediziner. Bei gesunden Menschen mit Risikofaktoren für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung wie Übergewicht, hohem Blutdruck, Bewegungsmangel oder Rauchen und bei Menschen mit Diabetes mellitus sollten die Gesamtcholesterinwerte sogar unter 200 mg pro Tag liegen. Diese Angaben beziehen sich auf den Gesamtcholesterinwert. Das ist wichtig, denn: Cholesterin wird in HDL-Cholesterin und LDL-Cholesterin unterschieden.

Wo kommt das Cholesterin her?

Zwei Drittel des benötigten Cholesterins stellt der Körper vor allem in der Leber selbst her. Ein Drittel wird mit der Nahrung aufgenommen – zum Beispiel über Butter. In 100 Gramm stecken schon 220 mg Cholesterin. Zu viel? Mediziner geben Entwarnung: Cholesterin aus der Nahrung erhöht den Cholesterinspiegel nicht immer in gleichem Maße. Die Qualität der Nahrungsfette spielt nämlich eine nicht zu unterschätzende Rolle: Es gibt gesättigte und ungesättigte Fettsäuren. Erstere kommen vermehrt in tierischen Fetten vor, wie bei Butter, Fleisch und Milchprodukten vor. Aber auch pflanzliche Fette können reich an gesättigten Fettsäuren sein.

Butter oder Margarine?

Was bedeutet all das am Ende für das Frühstücksbrötchen? Butter ist zwar besser als ihr Ruf, aber nicht besser als Margarine und die ist wiederum keine gesunde Alternative zur Butter. Vor allem ist Margarine nicht unbedingt cholesterinsenkend. Worauf es dennoch ankommt erfahren Sie in unserem Beitrag „Gute Fette, böse Fette“ von Marion Sendker.