Resilienz – Das Immunsystem unserer Psyche

Was hat zwei Arme, aber trägt acht Taschen? Was hat mehr Ohren als Münder und redet doch mehr, als es zuhört? Was hat zwei Augen aber sucht nach dem Dritten? Was rennt morgens zum Yoga und steht abends im Stau? Wir muten uns mitunter viel zu, gehen dabei manchmal kaputt und kommen dann wieder auf die Beine. Was Physik damit zu tun hat und warum es heute wichtiger denn je ist, dieses Talent zu pflegen. Was bedeutet Resilienz?

Auch in Sachen Stress und Druck macht quasi Übung den Meister. Denn wussten Sie, dass es Techniken gibt, wie Sie Ihre innere Stärke kräftigen können und sich für emotionale Krisenzeiten wappnen? Ja, die gibt es! Diese Methoden fallen unter den Begriff „Resilienz“, wie uns unsere Autorin Carolin Makus in „Resilienz – das Immunsystem unserer Psyche“ erklärt.

Was bedeutet Resilienz?

Wenn Sie Tag ein, Tag aus vollgepackt durch den viel zu späten Feierabend huschen, im Hinterkopf noch das absolut verpatzte Meeting nachklingt und am Telefon der Partner wettert, dann ist es psychologische Resilienz, die Ihnen ein abgeklärtes Lächeln ins Gesicht malt. Kurzum: Resilienz ist, wenn Sie auch nach größeren psychischen oder körperlichen Stresssituationen nicht komplett die Fassung verlieren bzw. wenn Sie es schaffen sich nach einer kurzen Phase klassischer Belastungssymptome recht schnell wieder zu fangen.

Was ist Resilienztraining?

Damit Hilfe möglichst effektiv ist und nicht, wie so oft, viel zu spät kommt, ist eine Förderung der psychischen Gesundheit bereits vor, während oder direkt nach stressigen Situationen und Lebensereignissen ratsam. Es zeigt sich immer wieder, dass jeder Einzelne und auch Gemeinschaften über die nötigen Ressourcen verfügen mit Belastungen umzugehen. Da wir allerdings auf alltäglicher Basis geforderter sind denn je, werden psychische Schutz- und Selbstheilungskräfte immer wichtiger, womit auch die Rolle von Resilienztraining zunimmt. Das DRZ schreibt hierzu: „Durch die zunehmende Digitalisierung und Komplexität der Arbeitswelt, die Beschleunigung der Arbeitsprozesse und den gleichzeitigen Mangel an Erholungsphasen nehmen Stresserleben und damit wahrscheinlich auch das Risiko der Entwicklung psychischer Erkrankungen zu.“

Resilienztraining meint also Übungen, die die psychische und seelische Widerstandskraft fördern, um einerseits weniger stressanfällig zu sein und andererseits möglichst unbeschwert wieder zum Normalzustand zu gelangen, wenn das Leben einmal Tiefschläge ausgeteilt hat.