Wie Rauchen unser Herz-Kreislauf-System schädigt

Der Verzicht auf das Rauchen ist die wirksamste und preiswerteste Methode, Krankheit und vorzeitigen Tod zu vermeiden. Im Kampf gegen den Tabakkonsum sind durchaus Erfolge zu verzeichnen, vor allem bei Jugendlichen und jungen Menschen hat sich der Raucheranteil in den vergangenen zehn Jahren deutlich vermindert. Dennoch bleiben Zigarette & Co. eine ernste Herausforderung. Helmut Laschet gibt uns in seinem Beitrag „Tödlicher Qualm – Wie Rauchen unser Herz-Kreislauf-System schädigt“ gute Gründe, warum Raucher beginnen sollten, gegen ihre Sucht anzukämpfen – denn jede rauchfreie Stunde lohnt sich.

  • Text: Helmut Laschet

Warum Rauchen herzschädigend ist

Rauchen ist nicht nur eines der größten Risiken für Krebs, es wirkt auch enorm herzschädigend. Dazu einige Fakten:

  • Das Risiko, an Herzerkrankungen zu sterben, ist für Raucher dreimal so hoch wie für Nichtraucher.
  • Raucher haben ein zwei- bis vierfach erhöhtes Risiko für Schlaganfall.
  • Bei Frauen, die rauchen, versechsfacht sich das Risiko für einen Herzinfarkt im Vergleich zu Nichtraucherinnen.
  • Rauchende Männer haben ein dreifach erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt. Übergewicht als zusätzlicher Risikofaktor erhöht die Wahrscheinlichkeit für einen vorzeitigen Tod um weitere 25 %.

Gute Gründe, mit dem Rauchen aufzuhören

Jeder Raucher, der einmal (oder mehrmals) den Versuch unternommen hat, sich aus der Abhängigkeit zu befreien, weiß, wie schwierig und frustrierend der Versuch ist, auf die Zigarette zu verzichten. Dabei könnten schon die sachlichen Gründe motivierend sein:

  • Bereits 20 Minuten nach der letzten Zigarette sinken Herzfrequenz und Blutdruck.
  • Nach zwölf Stunden sinkt der Kohlenmonoxid-Gehalt im Blut auf Normalniveau.
  • Nach zwei Wochen bis drei Monaten verbessern sich Kreislauf und Lungenfunktion, spürbar wird dies in der Lunge bereits nach wenigen Tagen.
  • Nach einem bis neun Monaten nehmen Hustenneigung und Kurzatmigkeit ab.
  • Nach einem Jahr ist das zusätzliche Risiko für eine koronare Herzkrankheit im Vergleich zu einem Raucher halbiert.
  • Nach 15 Jahren hat der Ex-Raucher das gleiche Risiko für koronare Herzkrankheiten wie ein Nichtraucher, zugleich hat sich das Lungenkrebsrisiko um mehr als die Hälfte vermindert.

Die E-Zigarette: eine Alternative?

Die Tabakindustrie weiß, dass ihr gesundheitsschädliches Geschäftsmodell – zumindest in allen entwickelten Industrienationen – auf tönernen Füßen steht. Sie sucht nach Alternativen, gesünderen Produkten, mit denen sich das Verlangen nach dem Rauchgenuss befriedigen lässt. E-Zigaretten und andere innovative Rauchprodukte sind seit einigen Jahren auf dem Markt und werden kontrovers diskutiert.