Den Pflegearbeitsmarkt revolutionieren: GigWork

GigWork möchte den Arbeitsmarkt der Pflege revolutionieren. Was sich genau hinter der Plattform verbirgt und welche Serviceleistungen GigWork seinen Nutzern bietet, lesen Sie hier in unserem Start-Up Spotlight.

Wer sind die Gründer von GigWork, aus welchen Bereichen kommt ihr jeweils?

Mein Name ist Nicolai Kranz. Gemeinsam mit Dr. Jörg Haas von der HW Partners AG haben wir GigWork Ende 2016 in Bonn gegründet. Ich selbst habe mehr als zwölf Jahre als Personalleiter und Vorstand mehrerer Kliniken gearbeitet und war 2009 der Erste, der in Deutschland ein auf Ärzte spezialisiertes Zeitarbeitsunternehmen konzipierte; das ist heute ein Riesenmarkt. Mein Partner Dr. Haas hat zahlreiche, teils große Unternehmen gegründet und ist als Visionär für digitale Transformation und Experte für künstliche Intelligenz der perfekte Partner.

Wie kamt ihr auf die Idee zu GigWork?

Während meiner Zeit als Personalchef in verschiedenen Krankenhäusern beschäftigte mich vor allem eine Frage: „Wie kann ich in der Personalplanung flexibel agieren, Zeitarbeitskosten senken und dem zunehmenden Bedarf an Flexibilität der Beschäftigten rechtskonform entsprechen?“ In den USA wurde ich auf das GigWork-Portal „Upwork“ aufmerksam und erkannte darin die Chance, temporäre Personalengpässe in Kliniken zu reduzieren. Anders als Upwork vermitteln wir mit GigWork in Deutschland aber keine Freelancer-Jobs, sondern befristete Anstellungsverhältnisse direkt an Kliniken.

Welche Bedeutung hat euer Name?

Der Begriff „Gigworking“ ist in den USA und zum Beispiel in Großbritannien bereits ein geflügeltes Wort. Plattformen wie Upwork, Uber oder Foodora vermitteln dort Tag für Tag Zehntausende „Gig-Jobs“. Wir verfolgen das gleiche Ziel, allerdings sind unsere GigJobs auf einen längeren Zeitraum – meist mehrere Wochen oder Monate – und eine befristete Direktanstellung beim Arbeitgeber ausgelegt. Dadurch, dass wir GigWork so und nicht 1:1 nach dem amerikanischen Vorbild konzipiert haben, fördern wir die Direktanstellung und bieten GigJobbern maximale berufliche Freiheit im Rahmen eines normalen Anstellungsverhältnisses, das selbstverständlich auch Kranken- und Sozialversicherungsleistungen beinhaltet.

Für wen ist GigWork gedacht?

Unser Ziel ist es, die „stille Reserve“ zu aktivieren – zunächst im Gesundheitsbereich, später qualifikations- und branchenübergreifend. Zu unseren Zielgruppen zählen daher Menschen, die bereits in Teilzeit angestellt sind, aber mehr arbeiten oder verdienen möchten, genauso wie Berufseinsteiger, die zu Beginn ihrer Karriere mehrere Arbeitgeber kennenlernen wollen. Auch für Wiedereinsteiger – zum Beispiel nach der Elternzeit oder für Rentner, die in einem gewissen Umfang arbeiten möchten – und für Studenten ist GigWork interessant. GigJobs sind zum Start vor allem im Gesundheitsbereich und in der Hotellerie bzw. Gastronomie verfügbar, später qualifikations- und branchenübergreifend.

 

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