Der Umgang mit Trauer und Verlust

Menschen hinterlassen Spuren und wenn Sie sterben sogar große Lücken im Leben der anderen. Wie geht man dann mit der Trauer um, wenn ein geliebter Mensch plötzlich nicht mehr da ist? Die Trauer zuzulassen und sie mit anderen zu teilen könnte ein Weg sein. Über den Umgang mit Trauer sprechen wir mit Klaus Onnasch, dem Autor des Buches „Trauern mit Leib und Seele“, in unserem Beitrag „Eine Beziehung über den Tod hinaus“ von Alena Hecker.

Ein heilsamer Prozess: Trauerbewältigung

Erinnerungen verstecken sich überall: beim Gang ins gemeinsame Lieblingscafé, beim Hören eines bestimmtes Liedes, beim Spaziergang im Grünen. Klaus Onnasch ist Pastor im Ruhestand und seit mehr als 40 Jahren in der Trauerbegleitung tätig. Er selbst ist Vater eines verstorbenen Sohnes, später hat er seine Frau bis zum Tod im Hospiz begleitet. Für ihn steht fest: Trauer ist kein Zustand, den man überwinden oder bewältigen muss, sondern ein heilsamer Prozess in einem weiten Spielraum.

Kann ich mich auf den Tod und die Trauer danach vorbereiten?

Ja, sehr. Ich habe das selbst erlebt beim Abschied von meiner Frau. Ich konnte sie die gesamte Zeit im Hospiz begleiten, das hat mich für meine Trauer enorm weitergeführt. Das ist ja eine große Chance, wenn der Tod nicht plötzlich kommt, sondern dass ich mich darauf einstellen, vorbereiten kann. Wenn ich bewusst so Abschied nehmen kann, dann erleichtert das auch die Trauerzeit nachher sehr.

Braucht es andere Menschen, um trauern zu können?

Ja, die Trauer ist von vornherein auf Mitteilung angelegt. Natürlich gibt es Zeiten, in denen es auch wichtig ist, ganz alleine zu sein und sich zurückzuziehen, aber es ist sehr erleichternd, sich auf Dauer mitzuteilen. Ich bin nicht allein in dem Schmerz, ich kann ihn teilen und indem ich ihn ausspreche, wird mir vieles klarer. Das ist auch der Sinn von Trauergruppen.

Das komplette Interview lesen Sie in unserer Online-Ausgabe von LEBENLANG.