Rückenschmerzen – was hilft wirklich?

Klaudius Rygol (43) ist Personaltrainer und Physiotherapeut in Köln. Seit Jahren behandelt er Menschen am Rücken und weiß, wo es drückt. Im Interview haben wir ihm die wichtigsten Fragen gestellt, die Menschen mit Rückenschmerzen zu schaffen machen.

  • Text: Babette Braun

Stimmt es, dass Wassertrinken gegen Faszienschmerz hilft?

So genau kann man das nicht sagen. Vom Grundprinzip her ist die Aussage zwar zutreffend, aber es bedeutet nicht, dass, wenn jemand ausreichend trinkt, die Faszienschmerzen weggehen. Da kommt es immer darauf an, wie verklebt die Faszien schon sind.

Gibt es auch eine Möglichkeit, durch Ernährung Rückenschmerzen entgegenzuwirken?

Die meisten Menschen leiden heute körperlich an Übersäuerung. Das liegt an zu viel Kaffee, zu hohem Fleischkonsum und so weiter. Generell ist es so, dass, wenn das Gewebe zu sauer ist, eine Stoffwechselstörung vorliegt. Stoffwechselstörungen können Schmerzen verursachen, auch muskuläre Schmerzen oder Knochenschmerzen, somit eben auch Rückenschmerzen. Gegen Übersäuerung hilft alles das, was basisch macht. Da kann man sich einfach merken: grün essen. Alle natürlichen Lebensmittel, die grün sind, wirken basisch. Ich nehme zum Beispiel Chlorophyll.

Gibt es so etwas wie „Rückenschmerzen nach Geschlecht“?

Aus meiner Sicht ja. Frauen haben mehr Rückenschmerzen, weil ihre Rückenmuskulatur zu schwach ist. Das kommt daher, dass es vom Schönheitsideal her für viele Frauen wichtig ist, einen flachen Bauch zu haben. Dementsprechend trainieren sie ihre Bauchmuskeln, haben dann aber eine schwächere Rückenmuskulatur. So entstehen dann Rückenschmerzen aus dem Ungleichgewicht der Bauch- und Rückenmuskulatur. Bei Männern ist die Rückenmuskulatur meist okay, die haben aber keine Lust, ihre Bauchmuskeln zu trainieren …

Lesen Sie mehr in unserem Beitrag „Rückenschmerzen – was hilft und was nicht?“ in der digitalen Ausgabe von Lebenlang.