Selbstbewusst durch die Therapie: Interview mit zwei Therapiespezialisten von Baxter

In Zeiten, in denen man sich nicht fit fühlt und die Gesundheit einem Sorgen bereitet, kann man nicht mehr seine 100 % leisten. Was einem vorher noch mühelos gelang, fällt einem auf einmal schwer, weil der Körper sich verändert hat. Durch eine Erkrankung fühlt man sich verletzlich, schwach und angreifbar. Wenn das zum Dauerzustand wird, geht das aufs Selbstbewusstsein. Wir haben mit zwei Therapiespezialisten für Peritonealdialyse (PD) von Baxter gesprochen, die seit Jahren eng mit Dialysepatienten zusammenarbeiten und aus erster Hand wissen, was Patienten in dieser Situation beschäftigt. Eva-Maria Schwalb und Jochen Bauernfeind im Gespräch.

Was sind klassische Anzeichen oder Veränderungen am Körper, die während der Dialyse auftreten (können)?

J. Bauernfeind: Die größte Veränderung am Körper eines PD-Patienten ist zu Beginn der Katheter bzw. der Schlauch, der seitlich in Höhe des Bauchnabels aus dem Bauch herausgeleitet wird und ca. 25 cm lang ist. Während der gesamten Zeit mit PD wird der Katheter nicht entfernt und ohne ihn geht es nicht – er ist die „Lebensader“ der Patienten während der Dialyse. Durch den Schlauch wird dann die Dialyseflüssigkeit in den Bauchraum geleitet und später wieder abgeleitet. Durch die Flüssigkeitszufuhr verändert sich dann auch der Bauchumfang und einige Patienten berichten, dass sie sich am Anfang etwas aufgebläht fühlen.

E.M. Schwalb: Bei einigen Patienten treten am Anfang der Dialyse aber auch noch andere Veränderungen in Erscheinung, die durch die Niereninsuffizienz auftreten. Eine Niereninsuffizienz bedeutet, dass die Nieren nicht mehr ausreichend arbeiten und den Körper nicht mehr richtig entgiften. Es sammeln sich so Schadstoffe im Körper an, die zu leichten Vergiftungserscheinungen führen können: Hautveränderungen wie trockene, juckende oder blasse Haut gehören zum Beispiel dazu. Auch der Körpergeruch kann sich am Anfang durch die veränderten Harnstoffwerte verändern.

Wie gehen Ihrer Erfahrung nach Patienten damit um, wenn sich durch die Dialyse und das Verfahren etwas am Körper verändert? Was beschäftigt sie?

E.M. Schwalb: Ich glaube, am Anfang beschäftigen die Patienten viel grundlegendere Sachen. Weniger stehen Äußerlichkeiten wie das Gewicht im Vordergrund, sondern vielmehr Fragen wie: Wie geht es mit mir weiter? Wie ist mein gesundheitlicher Zustand? Fragen über ihre optische Erscheinung sind dann erst einmal nebensächlich. Erst nach einigen Wochen mit der PD und wenn alles gut läuft, haben die Patienten den Kopf für andere Fragen.

J. Bauernfeind: Ich erlebe oft Patienten, die, obwohl sie in einer Partnerschaft leben, die Dialyse in einem eigenen Zimmer zu Hause alleine durchführen möchten. Auch wenn Patienten an dem Nachtgerät – dem Cycler – sind, möchten sie lieber in einem eigenen Zimmer schlafen, weil sie ihren Partner nicht damit belasten wollen. Sie erzählen mir dann, dass sie selbst erst einmal damit klarkommen möchten, bevor sie andere in Abläufe involvieren. Aber das ist schon ein klares Zeichen im Sinne von: Hey, mit meinem Körper hat sich etwas verändert und ich muss erst einmal selbst damit zurechtkommen.

Das ganze Interview der Therapiespezialisten über Patienten und ihren Umgang mit körperlichen Veränderungen lesen Sie hier im Magazin.