Zahlen und Fakten: Wie gefährlich ist Übergewicht?

Langzeitstudien, Zahlen und Fakten zeigen, dass Übergewicht oder gar Adipositas ein hohes Risiko für die Gesundheit, die Lebenserwartung und für den eigenen Wohlstand sein können. Vor allem aber: Übergewicht „vererbt“ sich auch auf die Kinder.

  • Text: Helmut Laschet

Die Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) zeigen: Es ist unglaublich schwierig, von einmal aufgebautem Übergewicht wieder auf Normalgewicht zu kommen – umso wichtiger ist ein gesunder Lebensstil für Kinder: ausgewogene Ernährung, wenig Zucker, Fett und Salz, Sport und Bewegung, mäßiger Fernsehkonsum. Die Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) zeigen: Es ist unglaublich schwierig, von einmal aufgebautem Übergewicht wieder auf Normalgewicht zu kommen – umso wichtiger ist ein gesunder Lebensstil für Kinder: ausgewogene Ernährung, wenig Zucker, Fett und Salz, Sport und Bewegung, mäßiger Fernsehkonsum.

Eine aktuelle Bestandsaufnahme

Die RKI-Daten zur Häufigkeit von Übergewicht und Adipositas bei Erwachsenen sind nicht ermutigend: Der Anteil der Menschen, die zu viele Kilos auf die Waage bringen, steigt beständig und nimmt mit dem Alter zu. Das heißt aber auch: Wer sich einmal überschüssige Pfunde erworben hat, wird davon nur sehr schwer herunterkommen. Übergewicht und Adipositas sind wichtige Ursachen der am weitesten verbreiteten Volkskrankheiten: Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Todesursache Nummer 1), Typ-2-Diabetes – davon sind inzwischen mehr als sechs Millionen Menschen betroffen, Tendenz stark steigend – sowie Muskel- und Skeletterkrankungen, einer der wichtigsten Gründe für Arbeitsunfähigkeit und Produktionsausfälle in der Wirtschaft.

Nicht zu verharmlosen: Langzeitrisiken bei Übergewicht

Neben dem Verlust an Lebensqualität – körperliche Leistungsfähigkeit und Schmerzen – ist Übergewicht auch ein persönliches wirtschaftliches Risiko: Diabetes beispielsweise ist häufig mit psychischen Störungen und Depressionen verbunden, die Krankheitsverläufe sind oft langwierig. Dauert die Krankheit länger, entfällt die Lohnfortzahlung; das Krankengeld ist durchweg niedriger als der reguläre Nettoarbeitslohn. Außerdem steigt das Risiko für vorzeitige Verrentung, und damit steigt die Gefahr für Altersarmut. In zwei Befragungen (Gesundheit in Deutschland (GEDA) 2010 und 2014/15) hat das RKI einen wenig ermutigenden Trend ausgemacht – trotz aller Aufklärungskampagnen für gesunde Ernährung und mehr Bewegung.

Über die Frage „Sind wir ehrlich zu uns selbst“ und ob adipöse Eltern die Veranlagung an ihre Kinder weitergeben, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der LEBENLANG.