Lass uns über den Tod reden

Da jedes menschliche Leben endlich ist, gehört der Tod zum Leben dazu. Trotzdem bleibt der Tod für viele Menschen ein unangenehmes Thema, das man lieber meidet. Seit ein paar Jahren scheint sich etwas zu ändern im Umgang mit dem Thema. Das Projekt Sarggeschichten hat dazu beigetragen.

Sarggeschichten zum Tod und der Angst vor dem Tod

„In unserer Gesellschaft gibt es rund um das Thema Tod eine Riesenunsicherheit. Aber Angst vor dem Tod und Angst vor der grundsätzlichen Auseinandersetzung mit dem Thema Tod sind zwei unterschiedliche Dinge“, sagt Jan Möllers. Jan arbeitet als alternativer Bestatter in Berlin und ist Mitbegründer des Projekts „Sarggeschichten“. Sarggeschichten, das sind kurze Erklärvideos auf YouTube, die sich mit den Themen Sterben, Tod und Trauer beschäftigten. Allerdings nicht so, wie man es sich vorstellt, sondern im Sendung-mit-der-Maus-Format. Mit einer bewusst gewählten Bildersprache, die allem anderen als den typischen Bilderklischees wie Alleen mit Nebelschwaden und Trauerweiden entspricht.

Sarggeschichten betreffen alle Menschen

In den vier bis zehn Minuten langen Filmen wird beispielsweise aktiv erklärt, was eine Hausaufbahrung ist, ob es zum Sterben einen Arzt braucht oder was nach einem plötzlichen Tod mit der Person passiert. „Wir machen Sarggeschichten ja auch, weil es sinnvoll ist, diese Themen in die Welt zu tragen, weil sie letztendlich alle Menschen betreffen“, sagt die Gründerin von Sarggeschichten, Sarah Benz. Vor knapp drei Jahren haben sich Sarah und Jan auf einer Podiumsdiskussion mit dem Thema „Den Tod in die eigene Hand nehmen“ kennengelernt. Sie kam damals mit der Idee für die kurzen Erklärvideos auf Jan zu, und dann ging alles recht schnell.

Mit den Sarggeschichten haben Sarah und Jan einen Weg gefunden, sich auf sensible Art und Weise dem Thema zu nähern und erste Berührungsängste zu nehmen. Die Beschäftigung mit dem Sterben ist eine Art, der Angst einen Platz zu geben.

Mehr Informationen zu Sarggeschichten e.V. sowie den gesamten Artikel lesen Sie in der digitalen Ausgabe von LEBENLANG.