Buchvorstellung: Leben wird aus Mut gemacht

Am 15. Juli ist das Buch „Leben wird aus Mut gemacht“ von Anika Landsteiner im Goldmann-Verlag erschienen. In ihrem Buch hat sie festgehalten, wie die 84-jährige Emma sie dazu inspirierte, ein Jahr voller Herausforderungen zu leben.

Uns hat die Autorin erzählt, wie die Lebenserfahrungen einer 84-Jährigen sie motiviert haben, ihren ganzen Mut zusammenzunehmen

Anika, Emma ist 84 Jahre alt und ihre Lebensgeschichte hat dich inspiriert, dich selbst in ein Jahr voller Herausforderungen zu stürzen, für die dir zwar nicht die Leidenschaft, aber der Mut gefehlt hat. Wie empfindest du die Herausforderungen nun rückblickend?

Das ist wirklich spannend, denn während der Aufgaben habe ich mich manchmal in einem richtigen Strudel befunden und jetzt habe ich Zeit, um zu reflektieren. Ich bin sehr froh, dass ich alle angegangen bin. Ich hatte hohe Erwartungen und auch Angst vor manchen, rückblickend war es dann oft ganz anders. Beispielsweise hatte ich richtig Respekt vor der Zeit im Ash-ram, wo ich lernte, eine Woche lang zu schweigen und zu meditieren. Das stellte sich dann zwar als sehr herausfordernd, aber genauso bereichernd heraus. Und nach meinem „Roadtrip mit Papa“ war es für mich sehr emotional, das Kapitel dazu zu schreiben und es ihm zum Lesen zu geben. Es ist ein großes Geschenk für mich, dass er mit der Veröffentlichung einverstanden war.

„Ich empfinde es so, dass ich es mir und auch ein bisschen Emma, weil wir nun befreundet sind, schuldig bin, etwas aus meinem Leben zu machen … “

Entstanden ist nicht nur ein lebensbejahendes Buch, sondern auch ein richtiges Mutmach-Manifest das berührt, zum Nachdenken und zum Handeln anregt. Was hat dich an Emmas 84 Jahren Lebenserfahrung besonders motiviert?

Vielen Dank! An ihrer Lebenserfahrung hat mich vor allem motiviert, dass sie extreme Ausgangsbedingungen hatte. Sie wurde im Gefängnis geboren, dann von Pflegefamilien herumgereicht, erlebte den Zweiten Weltkrieg und arbeitete sich als alleinstehende Frau hoch, sodass sie bereits mit 18 Jahren eine Schokoladenfabrik leitete. Genau wie sie packe ich selbst gerne Dinge an, mir fehlt – vielleicht glücklicherweise? – die Geduld, alles zu zerdenken und dann irgendwann wieder schleifen zu lassen. Da sind wir uns ähnlich, doch ich habe es in meinem Leben viel leichter. Ich empfinde es so, dass ich es mir und auch ein bisschen Emma, weil wir nun befreundet sind, schuldig bin, etwas aus meinem Leben zu machen, weil ich die Möglichkeiten habe.

Eine Freundschaft in sieben Abenteuern. Es gibt Menschen, die das Leben zerdenken, und andere, die sich mit Schwung ins Abenteuer stürzen. Obwohl Anika Landsteiner viel in der Welt herumgekommen ist und eigentlich zur zweiten Gruppe gehört, trägt sie eine Liste mit außergewöhnlichen Wünschen in sich, für die ihr der Mut fehlt. Als Emma, eine 84-jährige Frau, Anika spontan ihr bewegtes Leben erzählt, ist sie so beeindruckt, dass der Moment gekommen ist. Wohin führt eine Reise allein mit dem eigenen Vater? Was passiert, wenn man als Ehrenamt eine Brieffreundschaft mit einem zum Tode verurteilen Menschen führt? Wie lernt man in einem indischen Ashram zu schweigen und zu meditieren? Aus sieben Wünschen entstehen sieben inspirierende Geschichten – und eine große Freundschaft zwischen beiden Frauen. Für alle, die das Leben spüren wollen – aber noch nicht wissen, wie sie es anstellen sollen.

Das komplette Interview können Sie in der neuen LEBENLANG-Ausgabe lesen