K wie kreativ – K wie Krebs

Was denken und empfinden wir, wenn wir über Krebs schreiben? LEBENLANG und Das K-Wort waren zu Besuch bei einem Schreib-Workshop mit Krebspatientinnen.

Vögel zwitschern, Kinder lachen, ein Mann gießt Blumen auf dem Balkon und pfeift eine fröhliche Melodie dazu. LEBENLANG ist heute mit vier Krebspatientinnen verabredet, weil wir wissen wollen, wie Menschen mit der Schockdiagnose Krebs ihre Sprachlosigkeit überwinden. Wir treffen uns im Schreibcoaching-Salon von Susanne Diehm. Die Schreib-, Kunst- und Kreativitätstherapeutin entwickelt seit Jahren schreibpädagogische Angebote für Menschen in Krisensituationen. Krebs ist eine davon.

Mit Schreiben zu neuer Lebenskraft

Neugierig sind wir geworden, als wir bei unseren Recherchen von dem Übungsbuch für Frauen mit Krebserkrankung und ihren Angehörigen gelesen habe: „Mit Schreiben zu neuer Lebenskraft“, heißt es da ebenso optimistisch wie pragmatisch. In dem Buch ist auch von „magischen Momenten“ die Rede, die „mit dem Stift in der Hand aufs Papier gezaubert werden“. Wir sind gespannt, ob das hier in diesem kleinen Raum an diesem grau verregneten Sonntag gelingen wird. Der lange Holztisch, an dem sich gleich die Gruppe versammelt, um gemeinsam loszuschreiben, ist heute mit grünen Ranken geschmückt. Grün wie die Zuversicht und die Hoffnung auf neues Leben. Wo, wenn nicht hier, ist diese Farbe heute ein willkommener Gast?

 

 

„Erkrankte Frauen gehen bei der Krankheitsverarbeitung oft durch Phasen wie hochschwappende Gefühle, Fragen der Identität und nach dem Sinn im Leben. Sie brauchen eine Unterstützung, wie sie jetzt trotz der Erkrankung eine gute Lebensqualität erreichen können. Dabei hilft GKS – das sind Schreibimpulse, die nicht nur dazu führen, dass sich die Frauen entlasten, sondern die sie auch sanft daran erinnern, was sie schon alles bewältigt haben, und die ihre Ressourcen und ihre Lebenskraft hervorkitzeln. Schreibend verbinden sie sich mit ihrem Unterbewusstsein, finden heraus, was sie wirklich wollen, und mit dem Stift in der Hand gestalten sie narrativ ihr Leben neu.“ #daskwort

Mit Schreiben zu neuer Lebenskraft

Neugierig sind wir geworden, als wir bei unseren Recherchen von dem Übungsbuch für Frauen mit Krebserkrankung und ihren Angehörigen gelesen habe: „Mit Schreiben zu neuer Lebenskraft“, heißt es da ebenso optimistisch wie pragmatisch. In dem Buch ist auch von „magischen Momenten“ die Rede, die „mit dem Stift in der Hand aufs Papier gezaubert werden“. Wir sind gespannt, ob das hier in diesem kleinen Raum an diesem grau verregneten Sonntag gelingen wird. Der lange Holztisch, an dem sich gleich die Gruppe versammelt, um gemeinsam loszuschreiben, ist heute mit grünen Ranken geschmückt. Grün wie die Zuversicht und die Hoffnung auf neues Leben. Wo, wenn nicht hier, ist diese Farbe heute ein willkommener Gast?

Die Krebspatientinnen

Sie sind da: Uta, Brigitte, Laura und Nives – vier Frauen zwischen 30 und 70. Vier Frauen aus völlig unterschiedlichen Lebensphasen mit ganz eigenen Lebensgeschichten. Gemeinsam haben sie nur eines: die Krebs-Diagnose. Dass jede auf ihre eigene Art heute damit hier ist, wird schnell klar. Eine kommt direkt aus der Klinik, eine andere hatte lange überlegt, ob sie sich aufraffen sollte – Nebenwirkungen der Chemotherapie wie etwa Fatigue würden sie derzeit körperlich, emotional und geistig sehr erschöpfen.

Mehr über die Teilnehmerinnen und den Schreibworkshop erfahren Sie im Magazin.