Sisi – Der Mut der Kaiserin Elisabeth

Vor 120 Jahren starb Kaiserin Elisabeth von Österreich, bekannt unter dem Kosenamen „Sisi“. Bis heute ist die schöne Märchenkaiserin unvergesslich geblieben. Wir blicken auf das turbulente Leben einer besonderen Frau, die in ihrer Art zu Leben ihrer Zeit weit voraus war.

Sisi, das Mädchen aus den Bergen

In der Kaiserin schlummerte von klein auf das Mädchen aus den Bergen. Lebendig und ein kleiner Freigeist – auch so könnte man Elisabeth mit dem Kosenamen Sisi beschreiben. Sie wurde am Weihnachtsabend 1837 in München als Tochter von Herzog Max Joseph in Bayern und Prinzessin Ludovika Wilhelmine geboren. Sisi wuchs in einer Geschwisterschar am Starnberger See auf, wo die Familie über den Landsitz mit Schloss Possenhofen verfügte. Das naturgebundene Mädchen liebte neben den Alpen vor allem das Reiten, zeichnen, sowie das dichten.

Sisi – Kaiserin und Rebellin

 

Mit der dreiteiligen Verfilmung „Sissi“ aus dem Jahr 1955 machte die Schauspielerin Romy Schneider Elisabeth zur Kaiserin der Herzen und prägte das Bild der Kaiserin ganz signifikant. Allerdings sorgte der Film auch für Verwirrung, was den Kosenamen der Kaiserin betrifft – dort wurde aus „Sisi“ mal eben ein „Sissi“. Trotzdem zeigte der Film bereits in Ansätzen, wie sehr Elisabeth ihrer Zeit gegen die Strukturen und Etiketten des Hofes rebellierte. Sie war in ihrer Art zu Leben und zu fühlen ihrer Zeit weit voraus. So prägte sie nicht nur einen ganz persönlichen Schönheitskult zu Hofe, man sagte ihr auch eine anziehende und geheimnisvolle Ausstrahlung nach. Sie hielt strenge Diäten ab, trieb beinahe täglich Hochleistungssport und verbrachte überdurchschnittlich viel Zeit mit Schönheits- und Haarpflege. 1888 ließ sie sich zum Erschrecken des Kaisers einen Anker auf die Schulter tätowieren.

Sisi – Die oftmals missverstandene Kaiserin

Im Herzen fühlte sie sich einsam und missverstanden. Ihr Hang zur Melancholie vertiefte sich durch die Schicksalsschläge, die sie ereilten. Sie verlor nicht nur ihre Tochter Sophie, im Alter von 31 Jahren begann zudem ihr einziger Sohn Rudolph Selbstmord. Bis zu ihrem tragischen Tod, an dem die 60-Jährige zum Opfer eines politischen Attentats in Genf wurde, war die Kaiserin stets viel auf Reisen – um dem Leben oder sich selber zu entfliehen

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