Autoimmunkrankheiten: Wenn der eigene Körper der Feind ist

Die Selbstheilungskraft des menschlichen Körpers ist wohl das mit Abstand wirksamste Medikament überhaupt. Täglich regeneriert und repariert sich der Körper selbst – ein Leben lang. Doch was, wenn der eigene Körper anfängt gegen sich selbst zu kämpfen. Wenn das Immunsystem verrücktspielt und der Körper zu seinem eigenen Feind wird. In unserem Dossier widmen wir uns diesmal dem Thema „Autoimmunkrankheiten“ und nehmen drei Arten von Erkrankungen genauer unter die Lupe: Multiple Sklerose, Rheuma und Hashimoto.

  • Text: Adalbert Zehnder

Wenn das Immunsystem überreagiert

Für das Abwehrsystem des gesunden Körpers ist es keinerlei Problem, zwischen gefährlichen Eindringlingen (wie Viren oder Bakterien) und körpereigenem Gewebe zu unterscheiden. Beim Autoimmunerkrankten jedoch stuft das Immunsystem irrtümlicherweise körpereigenes Gewebe als „Krankheitserreger“ ein. Dieser Angriff gegen den vermeintlichen Fremdkörper führt zu schweren Entzündungsreaktionen. „Praktisch jedes Körperorgan oder Organsystem kann von einer Autoimmunerkrankung betroffen sein – von der Haarwurzelzelle bis zum Herzen“, heißt es bei der Deutschen Gesellschaft für Gesundheit und Prävention (DGGP).

Autoimmunerkrankungen nehmen stetig zu

„Die Anzahl der Menschen, die an Autoimmunerkrankungen leiden, nimmt stetig zu“, beobachtet die DGGP. Mehr als 80 Einzelkrankheiten zählt die Medizin zu dieser Krankheitsfamilie. Autoimmunreaktionen zählen zu den häufigsten chronischen Erkrankungen in der westlichen Welt. Die Auslöser für die Fehlprogrammierungen des Immunsystems sind bis heute nicht eindeutig geklärt. Eine ursächliche Therapie gibt es bislang nicht.

Autoimmunerkrankungen: Ursachen und Therapiemöglichkeiten

Folgende Faktoren können den einen Krankheitsausbruch oder -verlauf begünstigen:

– genetische Veranlagung in der Familie
– Umweltfaktoren
– bestimmte Medikamente
– tress
– Infektionen mit Viren, Bakterien oder Pilzen
– Schwangerschaften

Autoimmunkrankheiten gelten nach wie vor als nicht heilbar. Die Therapie zielt darauf ab, die Beschwerden spürbar zu reduzieren, damit der Patient ein möglichst schmerzfreies und einschränkungsarmes Leben führen kann. Sie werden je nach betroffenem Organ von Fachärzten behandelt: von Internisten, Rheumatologen, Dermatologen, Neurologen, Endokrinologen oder Nuklearmedizinern. Die Behandlung ist symptomatisch oder beinhaltet eine Therapie mit entzündungshemmenden, speziell: immunsuppressiven, Medikamenten.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der digitalen Ausgabe von LEBENLANG. Darin stellen wir Ihnen drei Autoimmunerkrankungen und listen die typischen Symptome und aktuelle Therapie-Ansätze vor.