Botanische Gärten: Zwischen Wissenschaft und Vergnügen

Den Anblick von wunderschönen, teilweise exotischen Pflanzen und Blumen genießen und dabei auch noch etwas über sie lernen – das machen botanische Gärten möglich. Besucher nutzen das meist sehr weit gefasste Areal als Naherholungsgebiet, während es Wissenschaftlern und Studenten aufschlussreiche Erkenntnisse über die Botanik liefert.

Schon die alten Ägypter hatten botanische Gärten

Das Bedürfnis, botanische Gärten anzulegen, hat die Menschheit seit ihrer Entscheidung, sich mit Pflanzen und ihrer Systematik näher zu beschäftigen, inne. Schon die alten Ägypter, Chinesen und andere Völker pflanzten Gewächse, die sie auf Reisen oder Eroberungszügen gesammelt hatten. In den speziell dafür angelegten Bereichen konnten sie dann vom Volk bewundert werden. Recht weit verbreitet waren auch Kräutergärten, die für den medizinischen Nutzen gezüchtet wurden.

Die ersten botanischen Gärten

Botanische Gärten im heutigen Sinne kamen allerdings erst ab dem 16. Jahrhundert auf, als sich die Wissenschaft zunehmend der Botanik zuwandte. Noch heute werden sie meist von Universitäten betrieben. Der erste botanische Garten seiner Art war der Orto botanico di Pisa, der 1544 in Pisa angelegt wurde. Der erste botanische Garten auf deutschem Gebiet war übrigens der in Leipzig; er existiert seit 1653.

Bald schon botanische Gärten auf dem Mars?

Der Hype um die riesen Botanik-Häuschen nimmt seither nicht ab, sondern eher zu. Jährlich zieht es rund 300 Millionen Besucher pro Jahr in die Gärten. Heutzutage gibt es rund 1.800 botanische Gärten in etwa 150 Ländern. Rund 550 sind es in Europa, etwa 200 in Nordamerika. Sogar in der Antarktis werden Pflanzen gezüchtet, allerdings in Gewächshäusern. Zuletzt leitete das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt im Jahr 2018 das ambitionierte Projekt EDEN-ISS am Südpol. Das Gewächshaus war vollkommen isoliert und verfügte deshalb über einen geschlossenen Luft- und Wasserkreislauf. Damit testeten die Wissenschaftler, inwieweit es möglich ist, auf dem Mond oder gar dem Mars Pflanzen anzubauen – erfolgreich übrigens.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der digitalen Ausgabe von LEBENLANG. Im Artikel stellen wir Ihnen außerdem noch die drei schönsten botanischen Gärten Deutschlands vor.