Konflikte: Wie wir besser miteinander reden sollten

Konflikte entstehen miteinander. Um sich wieder anzunähern, müssen sich beide Personen entgegenkommen. Der Weg zur Einigkeit ist nicht einfach, aber in den meisten Fällen auch nicht unlösbar. Wie Konflikte entstehen und wie man sie vermeiden kann erfahren Sie in unserem Beitrag von Mathias Düring.

Was Konflikte auslösen kann

Unsere Grundhaltung verrät vieles über uns selber und unsere Umwelt. Diese Grundstimmung nimmt man nicht selten mit ins Gespräch. Gefährlich, denn das kann schnell nach hinten losgehen und das Gegenteil von einem Versöhnungsgespräch abbringen.

Respektlosigkeit ist ein weiterer Trigger und wird in Konflikten gerne unterschätzt. Dabei tragen die Alltagsrespektlosigkeiten die aus Versehen passieren oder im Effekt schnell ausgesprochen werden, maßgeblich zur Konfliktentstehung bei.

Wer sich dessen bewusst ist, kann zur Konfliktvermeidung aktiv beitragen. Dr. Holger Epstein ist im zentralen Konfliktmanagement (ZKM) der Georg-August-Universität Göttingen tätig und weiß, dass die „versehentlichen Handlungen“ nicht selten auf unbewusste oder ungeklärte Konflikte zurückzuführen sind.

Konflikte richtig ansprechen

Mit Konflikten richtig umzugehen, um eine Verschärfung zu vermeiden, ist eine wahre Kunst. Der Kommunikationswissenschaftler Friedemann Schulz von Thun rät dazu, die Konfliktgespräche von der Metaebene aus zu betrachten. Denn nur so können beide Konfliktparteien die verstrickte und emotional getrübte Konfliktebene verlassen und den eigentlichen Konflikt aus einer sachbezogenen Sicht betrachten.

Gelassenheit zu üben sei von großer Bedeutung, sagt Epstein. Angst-Aggression-Flucht- oder Täter-Opfer-Verhaltensmuster seien destruktiv und durch dominierende negative Emotionen getrieben. Ansprechen sollte man sie dennoch, allerdings vorsichtig.

Konflikte vermeiden mit gewaltfreier Kommunikation

Wertschätzend und empathisch kommunizieren, das klingt nach einem theoretischen Idealzustand, den es im praktischen Leben wohl nicht gibt. Der US-amerikanische Psychologe Marshall Rosenberg (1934 – 2005) hat die „Gewaltfreie Kommunikation“ entwickelt, eine inzwischen bewährte Kommunikations- und Konfliktlösungsstrategie, um Konflikte im Privaten, aber auch auf politischer Ebene effektiv gelöst zu bekommen. Sein Ziel: ein friedlicher verbaler Austausch, der in keiner Form eine Verletzung oder Abwertung des Gegenübers auslöst.

Konkrete Beispiele und Tipps zu einer gewaltfreien Kommunikation sowie den vollständigen Beitrag lesen Sie in unserer digitalen Ausgabe von LEBENLANG.