MS und ich – krank und trotzdem glücklich

Im November 2013 wurde bei Samira Mousa Multiple Sklerose (MS) diagnostiziert. Nach der Diagnose folgten Jahre der Unsicherheit, Panik und Angst. Irgendwann gelang es ihr das Positive in ihrer Erkrankung zu sehen. Doch wie kann eine unheilbare chronische Krankheit überhaupt etwas Gutes sein?

MS – Veränderung zum Guten

Ich lebte im Ungleichgewicht: zu viel Arbeit, zu wenig Sport, zu viel Stress. Zu viele Zigaretten, zu wenig Schlaf. Dazu eine gehörige Portion Ehrgeiz und ein geradezu rührender Perfektionismus. Ich begann gerade, die Karriereleiter hochzuklettern – bis die Multiple Sklerose in mein Leben krachte und alles veränderte. Und zwar zum Guten. Damals war alles immer entweder zu viel oder zu wenig. Es war nie genug. Damals war ich nie ausgeglichen, und heute lebe ich mit mir im Einklang.

Schock-Diagnose MS

Viele junge Menschen, die wie ich typischerweise zwischen zwanzig und dreißig ihre Diagnose erhalten, erkennen sich in mir wieder. In diesen Jahren werden ja die Weichen gestellt für unser restliches Leben. Und dann plötzlich das: eine chronische Krankheit? Ich selbst habe etwa drei Jahre gebraucht, um zu meiner Erkrankung zu stehen. So viel Unsicherheit, so viel Angst, und im Internet fand ich damals nur Panik und Schreckensgeschichten.

Meine Mission: MS-Aufklärung

Heute habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, in der Gesellschaft für mehr Aufklärung zu sorgen. MS ist bei jedem Menschen anders – ich selbst habe einen leichten Verlauf. Das Schöne: Etwa 75 Prozent der neu diagnostizierten Menschen geht es so wie mir! Was man aber nicht sieht, sind unsichtbare Symptome. Chronische Müdigkeit, Schmerzen oder Missempfindungen können den Alltag mit MS natürlich erschweren. Kommt dann noch Unverständnis im Umfeld hinzu, wird das Leben mit MS plötzlich doch wieder zum Kampf.

Genuss statt Garantie

Ich möchte zeigen, dass jeder Rückschlag in unserem Leben die Möglichkeit bietet, zu wachsen. Jede Hürde macht uns stärker. Ich selbst habe dank der MS gelernt, besser auf mich zu achten. Nun schaue ich viel gelassener in die Zukunft, auch wenn diese nun sogar noch etwas ungewisser ist als vorher. Haben wir denn je eine Garantie? Nein. Also können wir das Leben auch genießen. Dazu möchte ich motivieren, denn das Leben ist fabelhaft. Auch mit MS.

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