Rosa Schwestern – Für Gott in die Einsamkeit

In einem Kloster im Westen Berlins leben und beten die Rosa Schwestern rund um die Uhr. Was vor ihrer Tür passiert, wissen sie nur aus der Zeitung, denn die Frauen leben in völliger Abgeschiedenheit. Frei fühlen sie sich trotzdem. Über die Entscheidung für eine völlig andere Lebensweise.

  • Text: Carina Kaiser

Die Rosa Schwestern leben in völliger Abgeschiedenheit

Das Berliner Kloster St. Joseph gehört zum Steyler-Orden, der 1896 von dem deutschen Missionar Arnold Janssen im holländischen Steyl gegründet wurde. Seit dem Bau vor knapp 82 Jahren ist das Klostergelände von der Außenwelt durch Mauern und eiserne Gitter getrennt.

Das Dauergebet der Rosa Schwestern

Wie auch die anderen 13 Anbetungsschwestern, betet Schwester Mechthild Tag und Nacht zum Allerheiligsten. Im 45-Minuten-Turnus kniet jeweils eine Schwester vor dem Altar in der Kirche, bis sie von der nächsten abgelöst wird. Siebenmal am Tag kommen alle Schwestern zum großen Stundengebet zusammen und beten für die Probleme in der Welt. Früher, als noch mehr Schwestern in dem Kloster lebten, gab es eine eigene Hostienbäckerei. Jetzt kümmern sich die 14 Schwestern nur noch um die Kirchenwäsche und um Haus und Garten.

Rosa Schwestern – verheiratet mit Gott

Mechthild hat für ihren Lebensweg eine unwiderrufliche Entscheidung getroffen – gegen Familie und Kinder. Gegen die Freiheit, wie manche behaupten würden. Das empfindet Mechthild nicht so: „Wir wissen, dass wir unverheiratet bleiben, solange wir im Kloster sind. Man könnte so sagen, dass wir mit Gott verheiratet sind … Braut Christi.“ Sie lächelt und nickt billigend mit dem Kopf, als würde sie sich selber zustimmen. Für sie ersetzt Gott all das. „Ich denke, auch die anderen Schwestern haben den Ruf Gottes gehört. Sonst kommt keiner in ein Kloster, aus dem er nicht mehr herauskommt. Wir gehen einfach, wie Gott es gewollt hat, in diese Einsamkeit mit. Keine Ehebindung, keine Kinder, aber das kann man schon Gott schenken, wenn man berufen ist.“

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