Vanessa Blumhagen – Leben nach der Hashimoto-Diagnose

Journalisten suchen und setzen Themen. Hin und wieder suchen Themen aber auch die Journalisten heim. Vanessa Blumhagen ist das privat passiert. Im Interview spricht sie über ihre Krankheit Hashimoto und ihren Ehrgeiz andere Menschen aufzuklären.

Es dauerte sehr lange, bis Sie wussten, dass Sie an Hashimoto leiden. Können Sie den Moment beschreiben, als Sie merkten, dass etwas nicht in Ordnung ist?

Es ging im Herbst 2008 los. Alles war schön in meinem Leben… Allerdings merkte ich: Irgendetwas stimmt nicht. Ich erkläre das anderen immer mit dem Gefühl, wenn man morgens aufwacht und merkt, dass man eine Erkältung kriegt, sich aber noch keine Symptome zeigen.

Ich war wahnsinnig müde. Ich hatte sehr zugenommen, was beim Fernsehen eher kontraproduktiv ist. Dennoch half es nicht, wie sonst Sport zu machen und weniger zu essen. Es kamen Verdauungsprobleme hinzu. Mir fielen die Haare aus. Die Haut veränderte sich. Die Regel blieb aus. Irgendwann waren sogar meine Hände und Füße gelähmt. Ich stand an der grünen Ampel und spürte meinen rechten Fuß nicht mehr…

Was sagten die Ärzte?

Sie diagnostizierten Gehirntumor, Rheuma oder Borreliose. Was alles widerlegt wurde. Viele dachten, ich spinne. Sie verschrieben Psychopharmaka, damit es mir besser geht. Die Rezepte habe ich vor deren Augen zerrissen und gesagt: „Heilt meinen Körper, dann geht’s auch meiner Psyche gut.“ Nicht selten bin ich aus diversen Praxen geflogen. Nur mein Hausarzt hat mir geglaubt.

Irgendwann haben Sie sich dann entschieden, über dieses Thema aufzuklären. Sie haben inzwischen erfolgreich zwei Bücher dazu und die Facebook-Seite „Hashimoto Deutschland“ veröffentlicht.

Ich habe mir für Tausende Euro sogar Literatur aus den USA schicken lassen. Einige Ärzte empfehlen ihren Patienten zu Beginn der Behandlung sogar die Bücher von der Blumhagen, damit sie erst mal verstehen, was mit ihrem Körper passiert. Mit dem neuen Wissen können sie adäquat mit ihrem Arzt reden, um endlich richtig behandelt zu werden. Ich bin aber von Medizinern auch angegriffen worden.

Welchen Rat Vanessa Blumhagen anderen Betroffenen mit auf den Weg geben möchte sowie das vollständige Interview lesen Sie in der digitalen Ausgabe von LEBENLANG.