Goldregen: Blick auf ein Edelmetall

Gold gehört zu den wertvollsten Stoffen auf der Erde, es ist schön und selten zu finden. Wir verbinden Gold mit Reichtum, Glanz und Luxus, wie es schon Könige, Kaiser und Religionen vor uns getan haben. Aber das strahlende Edelmetall steht für so viel mehr. Ein Überblick.

„Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Aber es glänzt auch nicht alles, was Gold ist.“
Georg Friedrich Hebbel

Gold überall

Gold ist als zeitloser Dauerbrenner seit Menschengedenken und bis heute in unser tägliches Leben eingebunden. Dieses chemische Element schmückt zahlreiche Tempel, wir nutzen es im Tauschgeschäft, verzehren es auf süßem Dessert, krönen britische Königinnen mit goldenen Kronen, zeichnen außergewöhnliche Verdienste mit großen goldenen Trophäen oder Medaillen aus, feiern goldene Hochzeit nach 50 Jahren Ehe, legen es als sichere Anlage für später an, versprechen uns mit goldenen Ringen die Ewigkeit und legen im Gespräch Worte auf die Goldwaage. Gold läuft nicht an, es gefällt immer. Ja, Gold ist beständig. Es fühlt sich an wie etwas, das für die Ewigkeit gemacht ist.

Illustration einer eleganten, in Gold gekleideten Dame der 20er Jahre

Goldene 20er

Zwar wird das Edelmetall häufig mit Reichtum verbunden, es steht allerdings für vieles mehr. Zum Beispiel als Symbol des wirtschaftlichen Aufschwungs in den 1920er-Jahren; die sogenannten „goldenen Zwanziger“ waren der Geist der neuen Zeit. Mehr Kino, Kafka, Konsum. Mehr Glamour, Tanz und Theater. Die neue selbstbewusste Frau erkämpfte sich das Wahlrecht und erfand sich auch in Sachen Mode neu. Kurze Haare, Perlen, Beinfreiheit und endlose Zigarettenspitzen waren angesagt. Kurzum: In den 20ern erlebten Wirtschaft, Kunst und Wissenschaft eine wahrhaft goldene Blütezeit.

Die dunkle Seite eines glänzenden Materials

Goldrausch kann natürlich auch für Machtsucht und menschliche Gier stehen. Berühmt ist der kalifornische Goldrausch im neunzehnten Jahrhundert, doch bis heute werden in Regionen mit Goldvorkommen keine Mühen gescheut, den wertvollen Bodenschatz zu bergen. Menschen verriegeln ihr Hab und Gut hinter schweren Toren wie Fort Knox, ein riesiges Goldreservelager. Der Satz „Wer Gold hat, macht die Regeln“ stammt von niemand anderem als Donald Trump und der US-Präsident muss es wissen; ein Großteil des Atriums im Trump Tower besteht rosa Marmor oder ist vergoldet.

„Reichtum ist nicht das, was du auf deinem Bankkonto hast, sondern das, was du in deinem Herzen trägst.“