Leben im Alter – Zu Gast bei den Hofmanns

Im hohen Alter verließ das Ehepaar Hofmann ihr lang bewohntes Haus und zog in ein neues Zuhause. Hier drückt man im Notfall nur den roten Knopf und blitzschnell ist medizinische Hilfe vor Ort. Sandra Wolff besuchte die beiden in ihrem neuen Domizil in Freiberg. Dabei entstanden ist ein Gespräch über die Vergangenheit, die Zukunft und das Leben im Alter.

Herzlich Willkommen bei den Hofmanns

Das Ehepaar Hofmann empfängt mich an einem verschneiten Dienstagabend in einer sächsischen Kleinstadt. Die Räume sind recht hoch, die Farben dezent und aufeinander abgestimmt und diverse Einzelstücke, die eine gewisse Lebenserfahrung erahnen lassen, sind zu entdecken. Nach der Inspektion der Räumlichkeiten landen wir in der Küche und plaudern über die Vorzüge der neuen Heimat.

Johanne Hofmann ist weder besonders klein noch besonders groß und hat eine sehr gute Figur. Sie trägt ein hellblaues Oberteil und nur wenig Schmuck. Herr Hofmann ist etwas kleiner als seine Frau, dafür sind seine Ohren etwas größer als ihre. Er ist drei Jahre älter, 88.

Positiv und optimistisch im hohen Alter

Sowohl Frau Hofmann als auch Herr Hofmann halten nicht nur materielle Annehmlichkeiten hoch in Ehren, sondern wissen ebenso notwendige Lebensmittel oder unbezahlbare Freundschaften und Beziehungen wertzuschätzen. Die unzähligen Episoden und Anekdoten sprudeln förmlich über ihre Lippen, sie schweifen ab und schwelgen in Erinnerungen. Die eigentlichen Fragestellungen werden dabei zweitrangig., doch ihre Erzählungen bezeugen den beharrlich optimistischen und niemals stillstehenden Charakter der beiden – unabhängig davon, ob die Zeiten rosig oder beschwerlich waren.

Dieser Artikel ist erstmals in der LEBENLANG-Ausgabe No. 1 erschienen und hat es ins Best-of der Jubiläumsausgabe 2020 geschafft. Hier geht’s zur goldenen LEBENLANG-Ausgabe.