Auswege aus der Depression

Lala-Klinik, Kopf-Arzt, Psycho-Doc. Es sind auch solche häufig abschätzig benutzten Assoziationen, die den Bedarf an psychologischer oder psychiatrischer Hilfe immer noch teilweise stigmatisieren. Das kann gefährliche Folgen haben, da ein offener Umgang mit Depressionen der einzige Weg zur Heilung ist. Oft geht es bei der Konsultierung von Experten erstmal um eine Einschätzung. Wo in einem Fall tiefgehende Behandlung nötig erscheint, kann bei anderen Menschen ausreichender Schlaf schon deutliche Besserung bringen. Auch mentale und physische Ursachen gehen Hand in Hand.

Schwer zu verstehen

Prof. Ulrich Hegerl leitet die Deutsche Depressionshilfe und hat alle Hände voll damit zu tun, ein sehr komplexes Thema verständlich an den Laien zu bringen. „Depressionen sind eine Medaille mit zwei Seiten. Oft gehören tiefersitzende Ursachen dazu, wie etwa ein Trauma aus Kindheitstagen.“ Eigentlich immer komme aber auch etwas Körperliches hinzu. „Depressionen sind eine Krankheit, die Behandlung benötigt.“

Was Sie bei einer Depression tun können

Doch gibt es viele Gründe, warum das in der Praxis häufig nicht geschieht. Einer der wichtigsten ist immer noch die gefühlte gesellschaftliche Ächtung von Patienten mit Depressionen. Viele Patienten wissen auch einfach nicht, dass sie krank sind. Besteht aber bereits eine Befürchtung in dieser Hinsicht, gibt es ein paar Dinge, die man tun kann. Die Deutsche Depressionshilfe hat z. B. einen Fragebogen veröffentlicht, mit dem Betroffene sich selbst auf Depressionen testen können. Der Selbsttest verläuft anonym und erfragt etwa, wie stark oder gering das Interesse an der derzeitigen Tätigkeit ist oder wie müde man sich fühlt. Der Arzt sollte jedoch immer oberste Priorität haben. Ein paar Tage schlechter Schlaf sind dabei sicher noch kein Grund, alles stehen und liegen zu lassen. Nach zwei Wochen auffälliger Probleme rät die Deutsche Depressionshilfe aber dazu, einen Experten mit ins Boot zu holen. Was sie bei ersten Anzeichen einer Depression noch tun alles tun können und welche Hilfen es bei Depressionen gibt, lesen Sie im Beitrag in voller Länge.