Mit Strom und Licht gegen Depression

Mehr als vier Millionen Menschen werden in Deutschland laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation pro Jahr wegen Depression behandelt. Doch woran erkennt ein Mensch eigentlich, dass er depressiv ist und wie lässt sich die Krankheit behandeln? Darüber sprachen wir mit Christine Reif-Leonhard, Oberärztin der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der Goethe-Universität in Frankfurt am Main.

Anzeichen erkennen

Schlecht gelaunt oder schon depressiv? Diese Frage sollte man sich stellen, wenn bestimmte Anzeichen länger als 14 Tage anhalten. Bei einer Depression können folgende Symptome auftreten:

  • Traurigkeit Interessenverlust
  • Antriebslosigkeit
  • Schlaflosigkeit
  • Konzentrationsschwächen
  • Körperliche Beschwerden wir Rücken- oder Kopfschmerzen

Hält einer oder mehrerer dieser Zustände länger als zwei Wochen an, sollte man zu seinem Hausarzt gehen, auch um eine körperliche Ursache der Beschwerden auszuschließen, rät Christine Reif-Leonhard. Denn nicht hinter jeder länger andauernden Antriebslosigkeit steckt eine Depression.

Behandlungen und Alternativen

Wenn die Symptome mit dem Arzt abgeklärt sind, sprechen Arzt und Patient über Behandlungsmöglichkeiten: „Am Anfang wird dem Patienten erklärt, was eine Depression eigentlich ist und dass er für die Krankheit nichts kann. Anschließend versuchen wir, zusammen mit ihm Ideen zu entwickeln, wie er die Belastungen seines Alltags aktiv ausgleichen kann. Für manche ist das Sport, für andere die Einsicht, dass ihr Leben nicht immer perfekt sein muss und dass sie den Abwasch auch mal einen Tag stehen lassen können“, erklärt Christine Reif-Leonhard. Welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt, lesen Sie im Interview in voller Länger hier im Heft.