Wenn es ans Sterben geht, werde ich da sein

Als ihre Mutter erkrankte, schmiss die junge Marketing-Managerin ihren Job. Sie zog für die Pflege zurück in ihr Heimatdorf, denn ihre Mutter ist an Darmkrebs erkrankt. Viele Kinder werden mit so einer Situation konfrontiert, die für beide Seiten – Elternteil und Kind – keine leichte Situation ist.

Wer übernimmt die Pflege der Eltern?

Diese Frage stellen sich viele, doch wie soll das gehen? Mit einem Sabbatical? Mit einer halben Stelle? Die IG Metall fordert deshalb eine 28-Stunden-Woche, also eine reduzierte Arbeitswoche, damit man sich nebenbei um Angehörige oder die Kinder kümmern kann – mit vollem Lohnausgleich. Als die Mutter der jungen Marketing-Managerin erkrankte, hatte sie nicht die Möglichkeit, einfach beides zu machen, Job und Pflege. Die Werberin kündigte ihre Stelle.

Die Pflegezeit verändert

Die Pflegezeit der Mutter war eine intensive Zeit für Mutter und Tochter. Das eigene Elternteil zu pflegen, jeden Tag beieinander zu sein, ist nicht nur körperlich, sondern auch seelisch belastend. Doch die Pflege macht einen auch stark: „Mir ist nichts Menschliches mehr fremd. Ich habe wenig Ängste, mit Menschen in problematischen Situationen zu sprechen. Das muss ich heute oft tun, wenn ich Teams führe“, erklärt die Tochter. Wie es ihr mit der Entscheidung ergangen ist, die eigene Mutter zu pflegen und wie sie rückblickend Zeit sieht, lesen Sie hier im Heft in ihrer Geschichte.