Pflege – Stress oder was?

Die größten psychischen Belastungen entstehen durch die Arbeit, besonders im Pflegeberuf. Um diesen Stress in der Pflege zu reduzieren, brauchen wir Lösungen auf allen Ebenen: politisch, technologisch, in den Unternehmen und im persönlichen Umfeld.

Stress und Überlastung im Job

Für viele Menschen in Deutschland entsteht Stress vor allem bei oder durch ihre Arbeit. Hauptstressor ist das Empfinden der Menschen, zu wenig Zeit für ihre Arbeit zu haben. Vier von zehn Beschäftigten bemängeln mangelnde Anerkennung, rund ein Drittel fühlt sich oft gestresst oder ausgebrannt. Und besonders gefährdet sind Menschen in Pflegeberufen. Denn auf sie wirken starke physische und psychische Belastungsfaktoren, die auf verschiedenen Ebenen ihre Ursache finden.

Lösungen gegen Stress für die Pflege

Angehörige, die ihre Verwandten zu Hause pflegen und nebenher noch für ihr Einkommen sorgen müssen, sind besonders hohem Stress ausgesetzt und können unter der Pflegekrankheit leiden. Um Stress und Überlastung in der Pflege zu minimieren, bedarf es Lösungsansätze auf allen Ebenen. So sind Pflegende persönlich gefragt, auf einen Ausgleich zu ihrer Arbeit zu achten, das eigene Team als emotionale Stütze auszubauen und Verschiedenartigkeit als Bereicherung wahrzunehmen. Grundsätzlich muss ebenso das Führungspersonal handeln und günstige Arbeitsbedingungen schaffen. Die Pflege muss Interessierte und Mitarbeiter an Attraktivität gewinnen, sodass auf Dauer wieder mehr Menschen in der Pflege tätig werden. Zudem ist die Politik gefragt, welche die professionelle Pflege auf dem Weg zur Selbstorganisation unterstützen muss.

Dieser Artikel ist erstmals in der LEBENLANG-Ausgabe No. 12 erschienen und hat es ins
Best-of der Jubiläumsausgabe 2020 geschafft. Hier geht’s zur
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